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Autofahrten durch Bremen
und durchs Umland
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Bremen-Schwachhausen - Ottersberg
über A27, B75, Oyten, Bassen
Datum:  27. März 1989
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Gedreht mit Sony 2CCD-M8E Kamera.
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Und wieder fahren wir nach Ottersberg raus. Diesmal über Oyten
Es fährt Vater, Mutter auf der Rückbank und 15-jähriger Sohn (Autor)
auf dem Beifahrersitz. 
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Part 1:   Georg-Gröning-Str. / Ecke Schubertstr.  -
Autobahnauffahrt A27 "In der Vahr", Richard-Boliahn-Allee 
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autofahrt-ottersberg-b75-pt1.wmv..    8:15 min     117 MB
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  An jenem Ostermontag im März ist der Frühling schon zu sehen!

  Historisches:
    - Ich meine, der Schornstein (Screenshot 3) ist heute weg.
    - Kirchbachstr. / Schwachhauser Heerstr. noch keine neuen 
       Eckgebäude und keine Linie 4.
  Besonderes: 
       Aalto Hochhaus in der Vahr, Tramper an der Auffahrt.

  Fahrtroute:
    -Georg-Gröning-Str.
    -Schwachhauser Ring
    -Kirchbachstr.
    -Kurfürstenallee
    -Richard-Boliahn-Allee 
     (Damals durchgehend zur Kurfürstenallee als Franz-Schütte-Allee)
    -A27

Part 2:  Autobahnauffahrt A27 "In der Vahr" -
Oyten, Oytermühle


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autofahrt-ottersberg-b75-pt2.wmv.  .   8:52 min     132 MB
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Historisches: Die Lärmschutzwände an der Autobahn wurden hier
wohl gerade eingerichtet. An der Abfahrt zum Oyterdamm noch kein
Drive-In. Noch keine Ampeln an den Abfahrtskreuzungen zum
Oyterdamm. Die Brücke über die Bahn war zu  jenem Zeitpunkt auch
noch keine 10 Jahre alt. Es gab um 1980 noch weit mehr Bahn-
schrankenübergänge als heute.
An der Ortseinfahrt zu Oyten noch kein Büro-Geschäftsgebäude auf
der rechten Seite. An der Kreuzung hinter Oyten Hauptstr. / Achimer
Str. noch kein Einkaufszentrum auf der rechten Seite. Auch die
Durchgangsstr., die hier auf dem letzten Screenshot an der Ampel
geradeaus führt, war da noch brandneu. Schätze max 1 Jahr. Bis dahin
fuhr man den Schlenker weiter durch den Ort. Der Hauptstrassenver-
lauf der B75 führte hier an der Kreuzung links weiter.
Die B75 nennt sich nach Landstrassenbezeichnung auf diesem
Abschnitt auch L168.

  Fahrtroute:
    - Franz-Schütte Allee, Auffahrt A27 "In der Vahr"
    - A27
    - Oyterdamm
    - Hauptsstr.
    - Oytermühle

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Part 3:  Oytermühle  -  Ottersberg, Bergstr.


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autofahrt-ottersberg-b75-pt3.wmv.   .  10:49 min     163 MB
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Historisches:  Noch kein Gewerbegebiet zwischen Oytermühle
und Autobahn. Hinter Bassen noch kein Kreisverkehr. In Ottersberg
ebenfalls noch kein Kreisverkehr an der Kreuzung Große Str. / Grüne
Str. Davor steht der Johannessaal noch (Aula der Waldorfschule).

  Fahrtroute:
    - Oytermühle
    - Hamburger Str.
    - Große Str.
    - Brillkamp
    - Nadah
    - Große Str.
    - Bergstr.

Rückfahrt
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Part 4:  Ottersberg, Bergstr. - Oyten

autofahrt-ottersberg-b75-pt4.wmv.   . 13:58 min     200 MB

Aller Abschied ist immer ausgesprochen amüsant, wie man ja weiss. ;)
Mein Vater macht mal wieder seine sarkastisch-zynischen Witzchen...
(tschüüüs)... und schon sind wir wieder "on the road again"!
In die Abendsonne hinein und neuen, zukünftigen Abenteuern
entgegen, die...ähm...nun ja...allesamt nun auch schon wieder etliche
Jahre zurück liegen... ;)

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Historisches:  Im Ganzen wie oben. Am Ende des Wiestebruch
noch kein Waldorf-Kindergarten.

  Fahrtroute:
    - Bergstr.
    - Am Wiestebruch
    - Mühlenweg
    - Große Str.
    - Nadah
    - Brillkamp
    - Große Str.
    - Hamburger Str.
    - Oytermühle
    - Hauptstr.
    - Oyterdamm

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 Überlandwerke Nord-Hannover   1987   Format A3                                          larger version

Ende der 70er / Anfang der 80er fuhren wir häufig die Strecke Ottersberg-Bremen.
Als Kind nahm ich bei Nachtfahrten besonders die Lichter, Lichtreflektionen und Spiegelungen
in den Autoscheiben wahr. Besoders faszinierte mich das "ünh", das auf dem Umspannturm
vor / hinter Bassen bläulich in die Nacht leuchtete.
Denn als Kind träumte ich einmal nachts, ich ginge durch eine Tür in einen total dunklen,
pechschwarzen Raum. In der Mitte des Raumes und der Dunkelheit befand sich plötzlich ein
Wesen aus blauem Licht, dem ich mich nun gegenüber befand. Es sass wohl auf einer Art 
Thron. Ein blaues Licht, so stechend wie die Flamme eines Schweissbrenners! Und von
einer Präsenz und einer alles durchdringenden Macht, die mich ganz und gar erstarren liess!
Alle Reflexe waren gelähmt, selbst Sprechen oder Schreien war nicht mehr möglich, es war
das völlige Ausgeliefertsein gegenüber diesem unendlich fremden Wesen, das aus purer
Lichtkonzentration bestand, mich mit seiner Intensität durchdrang und der pure Anblick
dessen mich versteinern liess.
Psychologisch kann man das z.B. als Konfrontation mit dem "inneren Hüter der Schwelle"
deuten, aber dieses extrem stechend blaue Licht kann man andererseits auch als eine
Metapher für das "komprimierte Böse" sehen - und so empfand ich es auch im Traum.
In einer Geschichte von Michael Ende stiess ich später wieder auf dieses Licht. In "Das Haus
ohne Inneres" beschreibt Ende ein entlegendes, rechtwinkliges Haus, was zwar vier Wände
und eine Tür auf jeder Seite besitzt, aber eben keinen Innenraum. Von aussen leuchtet aus
dem vermeintlichen Inneren heraus nur dieses stechend blaue Licht "wie die Flamme eines
Schweissbrenners". In der Geschichte verschwinden - zum Ende des zweiten Weltkrieges -
die verantwortlichen Nazigrössen in diesem Haus. Es erzählt ein Mann, wie er als Kind zufällig
zu diesem Haus gelangte und wie er versuchte durch Beobachtungen dem Geheimnis dieses
Hauses auf die Spur zu kommen. 
Die abschliessend geschilderte Erkenntnis lautet: "Will man dem Geheimnis des Bösen auf die 
Spur kommen, so wird man feststellen, dass das Böse gar kein Geheimnis hat! Es offenbart 
sich schlicht als Teil einer selbstverständlichen Normalität..."

Die ünh-Leuchtschrift in Bassen erinnerte mich in seiner eindringlichen Bläulichkeit immer an
jenen Traum, sodass ich 1987 das dabei erlebte Gefühl in Form des Leuchtschrift-Lichtes 
zeichnen wollte, bzw. versuchen wollte es dadurch zum Ausdruck zu bringen.

Hier auf Screenshot 6 und auf der Hinfahrt bei Part 3 auf Shot 2 ist der Umspannturm zu
sehen. Die Leuchtschrift selbst war zwar ziemlich klein (im Verhältnis also nicht so gross wie
auf der Zeichnung), was aber an der Wirkung des Lichtes nichts änderte.

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Part 5:   Oyten  -  Bremen, Hollerallee
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autofahrt-ottersberg-b75-pt5.wmv.   . 12:01 min     178 MB
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Historisches: Noch keine Ampelanlagen am Oyterdamm an der
Auffahrt zur Autobahn. Am Ende der Kurfüstenallee noch keine
Busspur. In der Schwachhauser Heerstr. noch keine Hochpfalsterung
der Gleistrasse.

  Fahrtroute:
    - Hauptstr. / L168
    - Oyterdamm / L168
    - Autobahn A27 / E234
    - Franz-Schütte-Allee / Richard-Boliahn-Allee
    - Kurfürstenallee
    - Schwachhauser Heerstr.
    - Hollerallee

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Part 6:   Hollerallee  -  Hauptbahnhof  -  Georg -Gröning-Str.
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autofahrt-ottersberg-b75-pt6.wmv.   . 10:02 min     148 MB
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Historisches:  Hollerallee noch gepflastert. Hermann-Böse-Str. noch
gepflastert, bzw. in holprigem, ausgebesserten Zustand. Gleise noch
nicht hochgelegt, noch keine Haltestelleninsel "Blumenthalstr.".

Auf der Bürgerweide ist gerade Osterwiese.

Hier ist noch der alte "neue" Nordausgang des Bahnhofs zu erleben. 
Dieser Ausgang wurde erst relativ kurze Zeit vorher überhaupt gebaut,
bzw. der östliche Bahnsteigsverteilerzugang zur Bürgerweide nach
Norden hin geöffnet. Im Zuge dessen wurde der ganz Nord-Vorplatz 
neu gestaltet (Version hier im Clip). Dabei blieb es aber nicht. Schon 
Mitte der 90er wurde alles wieder erneuert und komplett umgebaut.
Der Verteilerzugang wurde in die Mitte der einstigen beiden einzelnen
Ost- und Westgänge gelegt und gleichzeitig zur Ladenpassage ausge-
baut und verbreitert. Am Nordausgang entstand somit eines neues 
Ausgangsportal aus Glas und mit Räumen für Gastronomie, u.ä.

In der Weiterführung des Ausganges entstand der sog. "Klangbogen"
auf der Bürgerweide, der hier noch nicht existiert.
Auf Screenshot 5, wo wir uns noch auf dem Parkplatz befinden und
die Stadthalle im Hintergrund sehen, fehlt noch das neue Kongress-
Centrum neben der Stadthalle.
Einige weitere Restgebäude um den Parkplatz, die hier noch zu sehen
sind, wurden für die Verbreitung und den Ausbau des Vorplatzes
später noch abgerissen. Wo hier die Busse (wohl von der DB) 
aufgereit stehen, steht heute ein Parkhaus...also kein "Haus im Park",
sondern eine Autogarage...

Die Hohenlohestr. wurde wohl gerade durchgeteert, später wieder
teilweise gepflastert und zugleich zur Fahrradstr. aus- bzw. umgebaut.

In der Wachmannstr. ist auch noch vieles alt. Markant: Die sehr alte
Gleiswechselweiche in Höhe des Zebrastreifens (Screenshot). Und an
der Kreuzung Schubertstr. / Gerorg-Gröning-Str. steht noch das alte
Krankenhausgebäude und ein paar Strassenblumenkübel mit Absperr-
band drumrum.
Auch die orangen Papiercontainer neben den grün-weissen Flaschen-
containern in der G.-G.-Str. sind historisch. Die orangen wurden ab
Anfang der 90er durch blaue ersetzt. Das war dort von morgens bis 
abends ein permantes Klirren und ein An- und Abfahren und ein
Tür- und Kofferraumklappen der Autos. Ich schaute aus meinem
Fenster von der anderen Strassenseite aus direkt auf den Müllplatz,
der natürlich meistens auch um die Container herum reichlich Flaschen
und Papier liegen hatte - und oft auch entsprechend roch. 15 Jahre
lang hatte ich gehofft, die Dinger mögen verschwinden...15 Jahre lang
kamen immer mehr Container dazu, weil die vorhandenen bald wieder
an ihre Kapazitätsgrenze stiessen...erst als ich wegzog, da waren sie
ein paar Tage später natürlich ebenfalls alle weg...

Tja, und ein paar Stunden nach dem Ende dieser Fahrt wurde ich 16.

  Fahrtroute:
    - Schwachhauser Heerstr.
    - Hollerallee
    - Am Stern
    - Hermann-Böse-Str.
    - Theodor-Heuss-Allee
    - Hauptbahnhof-Nordausgang
    - Theodor-Heuss-Allee
    - Hohenlohestr.
    - Parkallee
    - Am Stern
    - Wachmannstr.
    - Schubertstr. / Georg-Gröning-Str.