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                                      Bundesgartenschau in Berlin 1985
                                                     26. April  -  20. Oktober '85

                                                            Genau wie der Bremer Bürgerpark, der Berliner Treptower Park
                                                            oder der New Yorker Centralpark, so hatte auch der Britzer
                                                            Garten als "Kunstgriff in die Natur" einst sein Eröffnungstag/jahr.
                                                            Geplant wurde ab 1975, gebaut ab 1979. Eröffnet als "Bundes-
                                                            gartenschau im Jahr 1985. Die Buga fand nur im Jahr '85 statt,
                                                            seit 1989 heisst er "Britzer Garten" und ist ein Park, dem man
                                                            seine Künstlichkeit im Laufe der nun vergehenden Jahre immer
                                                            weniger ansieht - er erwächst zum etablierten Landschaftspark.

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Es waren meine Grosstante, meine Oma, meine Mutter und ich im Sommer '85 auf der Buga unterwegs, davon
zeugen diese folgenden 25 Dias:
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Architektur im "Bionic-Stil". Erinnert ans Münchener Olympiadach. Das damalige........................larger version
Zeltrestaurant am Eingang an der Mohriner Allee. Es existiert längst nicht mehr.
Es war ein temporäres Zelt, anlässlich der Buga-Saison..
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Café am See...........................................................................................................................larger version
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Omi schaut auf den Themengarten "Burggarten". Das schräge "Dach" am rechten Bildrand............larger version
ist das Kalenderplatz-Bistro, auf das von hinten eine Treppe hinauf führt, so dass man einen
schönen Überblick über den Kalenderplatz hat (siehe unten). Dieser Burggarten besteht aus
steirischem Gneis und wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Burgenvereinigung geplant.
Das "Hochhaus" rechts steht Britzer Damm / Ecke Gutschmidtstr.
 

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In einer Reihe hintereinander: Aussichtsturm, Festplatzdach, See, Bahn und Omi........................larger version
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Ein Stükchen höher auf dem Aussichtsberg (63m üNN / 19m ü. Seewasser)...............................larger version
Mit gleicher Blickrichtung wie oben.
Meiner einer. Wenn ich gross bin, werde ich mindestens Hollywood-Regisseur oder Jet-Pilot oder Lehrstuhl-
inhaber für Quantenmechanik oder politischer Revolutionär oder eine schöne Frau.....oder äh.....ja Schiet, was
bin ich denn in Wirklichkeit hier?? 'n Pixelschubser, ja, das bin ich!! Jeden Tach, immer den Rechner anmachen!
Jau...wenn ich anheuern wollte, könnt' ich morgen schon bei Lidl anfangen - aber ich will nich'!!!
Verdammt nochmal, es gibt doch noch was anneres....es gibt doch noch was anneres....
Alles was mit X anfängt bringt mir Glück: Xylophon.....X-Achse.....Xenon.....Xanthippe(!)....und äh....xml-Datei !
La Paloma...la Paloma.... 
Dann wöllt' wi man...!
Alles mitsingen, Ballett!!!
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Die Top-Gun-Brille habe ich ein paar Tage später in einer Alpen-Seilbahn liegenlassen. Ob sie da heute noch
im Kreis fährt...?
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Rechts, unter der alten, als einziger ursprünglicher Baum auf dem Gelände stehengebliebenen Ulme,
schlängelt sich wieder ein Parkbahnzug entlang. Die Standhöhe des Baumes markiert zugleich das ursprüng-
liche Höhenniveau des Geländes, also jener Wiesen und Weiden, die vor Buga-Baubeginn dort waren. 
Alles, was heute tiefer liegt, wurde ausgebaggert.
Bildmittig ein "Bahnhofs-Fahrkartenhäuschen", welche nur zur Buga an den Haltestellen vorhanden waren.
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Der Polstab (ein sog. "Gnomon") der Sonnenuhr - denn der Kalenderplatz behinhaltet die mit         larger version
99m Durchmesser grösste Sonnenuhr-Installation Europas. Im Kreis angeordnet: 24 stählerne
"Stundenrippen". Zwischen 10:00 und 14:00 Uhr ist die Orangerie in den Stundenring integriert.
Die goldeen Kugel im Polstab markiert den Beginn eines Planetenlehrpfades - ergo die Sonne. Die Planeten
sind als Tafeln in die Erde eingelassen und sind in entsprechenden, massstabsgerechten Abständen entlang 
des Massiner Weges zu finden. Natürlich ist dieser Lehrpfad nicht allzu lang, hat also einen relativ kleinen
Massstab, da der Massiner Weg selbst ja nun so lang auch wieder nicht ist.
Wer in Bremen wohnt und einen Planetenpfad besuchen möchte, fährt nach Hude bei Oldenburg. 
Die Klosterruine dort ist auch einen Besuch wert - und gleich in der Nähe (zumindest mit Auto) ist dann auch 
der Lehrpfad. Die Sonne steht auf einer Weide, die Planetentafeln liegen entlang des Fussweges einer 
Landstrasse. Pluto ist irgendwo weit hinten im Wald, mit dem Auto muss man um den Wald rumfahren, aber 
so ein Lehrpfad ist ja dafür gedacht, ihn abzulaufen, um so die Entfernungen erlebbar zu machen. In jedem
Fall eindrucksvoll! 
Wenn man bedenkt, dass allein der Mond von der Erde schon ziemlich weit weg ist, der Mars von der Erde
aber schon seeehr weit weg ist, Pluto dann schon soooooooooo weit weg ist und hinter Pluto kommt erstmal - 
sozusagen bis weit hinter Südafrika - GAR NICHTS!!!  Da kapiert man erst, wie wahnsinnig leer der  Weltraum
ist, wie gigantisch - eben wie astromisch - die Entfernungen sind!
Oder anders veranschaulicht: Der Mond ist 1 Lichtsekunde von uns entfernt, die Sonne 8 Lichtminuten, der
Pluto bei ~40 Astronomischen Einheiten = knapp 6 Lichtstunden und der nächste Stern Centauri ist dann erst
wieder 4,5 Lichtjahre entfernt! Im Fall Hude entspräche das einer Autoreise von  32.000 km hinter Pluto bis
zum  nächsten "Etwas". Du siehst also: Leuchtraketen hochschiessen oder laut rufen bringt ABSOLUT GAR
NICHTS - es sieht oder hört Dich NIEMAND !!!  :-/
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Das Bistro-Café am Kalenderplatz. Sonnenuhr-Linien auf dem Boden...........................................larger version
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Hier vom Dach-Aussichtspunkt des Restaurants aus. Links der Massiner Weg, der gedanklich       larger version
weitergeführt / wieder aufgegriffen wurde mit dem Holzsteg in den Kalenderplatz-See hinein.
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Blick in die angrenzende Kleingartenkolonie, die schon ausserhalb der Buga liegt.........................larger version
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Kalenderplatz im Hintergrund....................................................................................................larger version
"Ich und mein Magnum"....in diesem Falle ist's ein "Nogger".
"Haben sie heute schon geschweppt? -> Nogger Dir einen!"  Solche Satzkreationen fand man in den 80ern
verkaufstechnisch ungeheuer innovativ!  In Erinnerung geblieben sind sie in jedem Fall!  Aber muss man sich
immer bloss durch besonders harte, brutal aggressive oder schlüpfrige Aktionen bei anderen in Erinnerung
behalten? Kann es nicht auch mal was Normales sein? Ich meine, das hat ab einer bestimmten Grenze dann
auch nichts mehr mit vermeintlich fehlendem "Humor" des Angesprochenen zu tun... obwohl man ja nun
auch wieder nicht die sich fürchterlich aufregende, beleidigte Leberwurst spielen sollte - denn dann ist man
tatsächlich verklemmt...
Es gab Anfang der 90er dann noch einen Radiospot, in dem einem ein Mädel alle 15 min erzählte: "Ich hab'
einfach "gepoppt" - und dann gings mir's wieder gut!!" (Der Spot lief nicht lange - wahrscheinlich wegen zu
vielen männlichen Zuschriften an den Sender. Das Produkt weiss ich auch gar nicht mehr, wohl ein Keksriegel,
Eis oder Popcorn, o.ä. - es war jedenfalls relativ banal).
Na denn: FFN - alles, was Spass macht, fängt mit "F" an... ;-))
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Der Senkgarten im Karl-Förster Staudengarten...........................................................................larger version

... Der 70m hohe Aussichtsturm.
Ein sog. "Gyro-Tower". 
Mit drehbarer 50-Sitzplätze-
Gondel  

Er wurde als reines "Fahr-
geschäft" aufgestellt, denn
gleich nach Ende der Buga
wurde er wieder demontiert.
Eigentlich schade, denn er
wäre sicher eine bleibende
Attraktion gewesen!
Immerhin überstand die Park-
bahn die wohl anfangs geplan-
te Stillegung. Nach der Buga
war sie im Herbst '85 auch 
erst einmal ausser Betrieb.   

Jedenfalls frage ich mich,
warum es denn in der Berliner
Innenstadt unbedingt ein
millionenteures Riesenrad sein
muss (das derzeit gar keine
Chance mehr auf Realisierung
hat)? Warum es nicht auch so
ein simpel und preiswert auf-
zustellender Turm sein kann,
den man vielleicht noch etwas
modifizieren kann, so dass
er, statt 70m, vielleicht 120m
hoch ist, und eine grössere
Gondel hat. So ein Turm
könnte auch an verschiedenen
Stellen auf- und abgebaut
werden, und jedes Mal gehen
alle Berliner aufs Neue hin, um
wieder von dort die spezielle
Aussicht zu geniessen...
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In Berlin-Friedrichshain z.B. wurde im Jahr 1995 mal so einer anlässlich des Weihnachtsmarktes aufgestellt 
(genau wie die mobilen Riesenräder ja auch immer mehr auf solchen "Märkten" zur Anwendung kommen).
Die sind zwar alle nicht 180m hoch - aber es ist immerhin machbar, sie aufzustellen...
Gebaut wurde diese Art Gyro-Tower wohl von der Fa. Huss in Bremen...................................larger version
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Und hoch geht's:
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Der Rosengarten.....................................................................................................................larger version
An einem der Brunnen steht heute eine Tafel, die eine s/w-Fotografie desselben aus dem
Jahr 1985 zeigt, auf der auch der Aussichtsturm zu sehen ist. Es stehen eine handvoll 
solcher Tafeln im Park mit Fotos von 1985. Das zeigt, dass auch offiziell schon begonnen 
wird, die Geschichte und das Eröffnungsjahr des Parks zu dokumentieren...
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Blick Richtung Gropiusstadt.....................................................................................................larger version
Das rote Feld in der Bildmitte ist das Blumenbild von André Heller (siehe unten).
Die allgemeine Diesigkeit / der leichte Grauschleier, der auf den Bildern liegt, stammt von der damals im Allge-
meinen relativ verschmutzten Luft! Gerade die Luft aus dem Osten, also aus der DDR war noch sehr mit Staub 
belastet.
Die Luftqualität in den Städten ist im Laufe der Zeit doch deutlich besser und klarer geworden! Zwar ist die Sicht
in Lappland nochmals um einiges schärfer - aber immerhin! Mir fällt selber auf, dass ich die klare Sicht, die
heute manchertags in Berlin herrscht (z.B. die Schärfe des Vollmondes nachts) aus meiner Kindheit nicht in 
dieser Klarheit in Erinnerung habe! Aber vielleicht täuscht es auch....!?
Ich meine, auf Fotos aus den 70ern erkennen zu können, dass die Luft sogar noch leicht gelblich war, was z.B. 
für einen - damals noch erhöhten - Schwefelgehalt sprechen könnte. Auch Ölbilder aus jener Zeit, die Landschaft
und Himmel zeigen, weisen manchmal einen solchen Gelbstich auf. War es modischer Zeitgeist in diesem Stil
zu malen, oder war es eben doch reele Wahrnehmung?
Wenn Bilder um 1900 besonders romantisch rötlich sind - dass dieses Phänomen von der Asche des
Krakatau-Ausbruchs herrührt, die in der Atmosphäre um die Welt zog, dürfte bekannt sein.
Auch in den jetzigen Jahren haben wir ja wieder sehr rote Sonnenuntergänge (an die sich meine Mutter in 
früheren Jahren nicht erinnern kann), die - so stand es auch irgendwo mal zu lesen - eben auch wieder von
speziellen Aschestaubpartikeln in den oberen Luftschichten herrühren...
-> Nicht zuletzt fotografiere ich aus dem Turm ja auch noch durch eine leicht dreckige Fensterscheibe... ;)
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Rechts, kurz unter dem Horizont (auf der larger version gut zu sehen): Die Berliner Mauer! Mich schauderts
heute etwas, wenn ich dran denke, dass das damals tatsächlich das "Ende der Welt" war! Alle Menschen, die
dahinter lebten, durften nicht hier her!
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Die Sicht auf den Kalenderplatz wird hier leider von einem Fleck auf besagter, schmutziger............larger version
Fensterscheibe getrübt. Im See die "Liebesinsel" (angelehnt an die Gestaltung des Wörlitzer 
Landschaftsparks) mit dem Kunstwerk "Steinhaus mit Seelenloch" von Hans-Jörg Voth.
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Richtung Südwest / Marienfelde. Links die Gewächshäuser........................................................larger version
Ganz unten, an der Bildkante, wieder ein Bahnhofshäuschen.
Hier an der Haltestelle Rosengarten.
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Wieder ein Parkbahnzug, der hier gerade die Haltestelle am Aussichtsturm verlassen hat..............larger version
Die Namen der Haltestellen der Buga kann ich nicht mehr rekonstruieren, es sind sehr wahr-
scheinlich die gleichen geblieben:
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- Buckower Damm
- Kalenderplatz
- Festplatz
- Rosengarten
- Heidehof
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Die Züge fuhren damals - auch später (zumindest 1986 noch), deutlich schneller als heute! Damals dauerte eine
Rundfahrt 30 min - heute ca. 50 min. Nur an längeren Stationsaufenthalten wird es nicht liegen, oder? Mir ist das
Tempo heute fast schon zu langsam - bisschen Fahrtwind darf ruhig sein, finde ich.
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Daten zu den Zügen
Es waren während der Buga 10 Züge mit je 150 Sitzplätzen auf dem Rundkurs unterwegs. 
Eine Batterieladung reichte für 12 Stunden. Die Züge waren bereits 1983 auf der IGA in München gefahren.
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Eines der Highlights: André Hellers "Misstraue der Idylle".............................................................larger version
André Heller war in den 80ern etwa das, was Christo in den 90ern war, würde ich vergleichen. 
Heller war also mit Sicherheit der Star unter all den Künstlern, die für die Buga ein oder 
mehrere Werk/e zur Ausgestaltung beitrugen. Teils sind sie bis heute vorhanden geblieben. 
Mehr Text zu "Misstraue der Idylle" = siehe larger version der Originaltafel unten.
Von André Heller habe ich 1986 in Bremen die Show "Body & Soul" gesehen. Das ware klasse gemacht: Die
beiden riesigen Hände, die sich aufeinander zu vortasteten, sich berührten... Sehr einfühlsam inszeniert! In der
Show gab es ausserdem und im Kontrast sehr viel Rhythmus und Swing! Body & Soul eben...
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Die Erklärungstafel zum Bild. Im Katalog ist auch eine Skizze abgebildet,....................................larger version
die Heller im Juni 1984 in Wien als Entwurf im Masstab 1:230 fertigte. 
Auf dem Skizzenblatt schreibt Heller: 
1.) Die Farben müssen gemäss der verfügbaren Blumen erst bestimmt werden." 
2.) Die wahren Dimensionen sind von den Kosten abhängig.
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Ein weiteres Zitat Hellers aus einem Absatz über generelle Kunst im Park: 
"Die gedemütigten Städte brauchen Behauptungen der Phantasie 
(Phantasie ist u.a. das Gegenteil von Idylle!)"
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Die Wiesenbach-Quelle..........
Pumpleistung 300m³/h.
In den Clips ist die Quelle...
ausführlich zu sehen.

                   ...larger version

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Oben an der Quelle. Das Bild ist nicht in den 50er-70er Jahren in der Provinz entstanden,...............larger version
wie die Outfits der beiden Damen vermuten lassen. Wir hatten 1985 immerhin schon Pop-Kultur!
Etwas mehr "Jeans" hätte meiner Verwandschaft ganz gut gestanden. Andere Leute, ebenfalls in 
deren damals noch nicht allzu altem Alter, kleideten sich da durchaus moderner - und hatten auch
moderne Ansichten... Etwa ein Jahrzehnt später fanden dann auch meine Oma + Grosstante 
modisch den Weg in wenigstens etwas "modernere Zeiten"...
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Der U-Bahnwagen älterer Bauart. Heute steht dort ein alter Güterwaggon......................................larger version
Wo der U-Wagen hin ist, weiss ich nicht. In der Umwelt-Station daneben,
dem "Naturschutzpavillon" wurde 2009 eine Ausstellung über Schnecken gezeigt. Ganz Informativ! 
Je mehr man über die Filigranität und die komplexen Organismen in der Natur erfährt, desto mehr
Respekt empfindet man dafür. 
Was das Schienenfahrzeug dort eigentlich für eine Bewandnis, bzw. für einen Bezug hat, ist unklar.
Dort war vor der Buga weit und breit kein Bahnhof, kein Streckenverlauf, nix. Im Katalog steht dazu
lediglich: "Ein historischer U-Bahnwagen schmückt das Gelände".
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Anlange vor den Gewächshäusern. "Terrakotta" - mehr fällt mir dazu nicht ein...............................larger version
Genauere Thema-Bedeutung dieses Areals kann ich leider nicht mehr recherchieren. 
Interessant sind die Vorhänge, mit denen man wohl den Lichteinfall dosieren kann...?
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Orchideen im Gewächshaus. Nicht mehr und nicht weniger eben,................................................larger version
als "Orchideen im Gewächshaus"...
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Ein obligatorisches Blumenmeer-Foto. Ebenfalls noch im Gewächshaus.......................................larger version
Es handelt sich hier wohl um das "Flammende Käthchen" (Kalanchoe Rosalina).
Übrigens: Wirklich supertolle, gestochen scharfe, faszinierende und stimmungsvolle Bilder von Parklandschaft
und Blüten aus dem Britzer Garten findet man mehr als reichlich z.B. in "fotocommunity.com/de". Einfach 
als Suchwort "Britzer Garten" eingeben = lohnt sich!!  Jedoch Bilder der eigentlichen Buga von '85 sind bisher
sehr selten, eher gar nicht im Netz zu finden, daher dachte ich mir, setze ich mal meine alten Dias rein...
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    Begleitkatalog 
.. Zur Buga war auch ein Begleitkatalog (192 Seiten)
erschienen, dessen Titelseite ich hier einmal zitiere
(und der meine primäre Infoquelle für diese Site ist).
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 Der Katalog ist unterteilt in die Kapitel:
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  - Park
  - Eingänge in den Park
  - Spielen im Park
  - Gartenbau-Ausstellung
  - Themengärten
  - Kleingärten
  - Hallenschauen
  - Informationen
  - Architektur und Kunst
  - Buga in die Stadt tragen
  - Veranstaltungen
  - Anhang / Hinweise

  Preise der Buga damals (Auszug):

  Eintritt:  9 DM / ermässigt 4 DM
  Parkbahn - ganze Strecke: 8 DM / 4,50 DM 
  (zwei Stationen: 5,50 DM / 3,50 DM)
  Aussichtsturm: 5 DM / 3 DM
  Parkführungen: Max 30 Pers., 60 DM
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  Sonstiges:
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  Sonderpostamt + Sparkasse: 
  An der Blumenhalle


 Gastronomie im Sommer 1985:

  - Zeltrestaurant Eingang Mohriner Allee
  - Restaurant - Café am See
  - Selbstwahlrestaurant in der Blumenhalle
  - Restaurant "Heidehof" in der Heidelandschaft
  - Bistro-Café "Kalenderplatz"
  - Milchbar im Spielhof
  - Biergarten im Berliner Garten - Themengärten
  - Weinlokal am Modellboothafen
  - Imbisskioske

 

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Britzer Garten  -  später
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Clips 1985 + 1986
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       Herbstferien / Oktober 1985. Ein etwas planloser Rundgang mit Oma übers nun ehemalige
       Bugagelände. Jeweils kurz zu sehen sind, ausser meiner Oma:

       - Eingangsbereich Tauernallee.
       - Skulptur: "Roots in Cubism" / Dennis A. Oppenheim.
       - Haltestelle "Rosengarten".
       - Aussichtssturm im Abbau.
       - See mit Blick auf Aussichtsberg mit Skulptur "Steinzeichen" / Gerson Fehrenbach,
         Festplatz-Dach, Kalenderplatz, Holzbrücke und Café am See.
       - Skulptur: "Odin" - Kinetisches Windobjekt / Sebastian Heinsdorff.
       - Kalenderplatz.
       - Bhf "Kalenderplatz" mit Fahrkartenhäuschen, links daneben Skulptur: "12 Speere, der
         Sonne entgegengeworfen" / Susanne Mahlmeister. (Auf der anderen Seite steht das
         Pendant dazu in schwarz "12 Speere, der Sonne hinterhergewofen" - auf der larger
         version des Bildes oben mit dem Polstab zu sehen. Vielleicht ist die Namensgebung
         der beiden Einzelskulpturen auch andersherum -> det wees ick nisch...).
       - Liebesinsel mit Skulptur: "Steinhaus mit Seelenloch" / Hans-Jörg Voth.
       - Verblühtes "Misstraue der Idylle".
       - Wiesenbachquelle -> Omi lässt ein Papierschiffchen schwimmen.
       - Wetterhäuschen auf der Britzer Höhe.
       - Skulptur: "Wishing Star" (?) / Karl Ciesluck.
       - Kopfweidenpfuhl.
       - Rosengarten mit Skulpturen: "Drei Brunnen im Rosengarten" / Christa Biederbick.
       - Ausgang Tauernallee.
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                                                   Wiesenbachquelle, 1986
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     Diesen Film bezichne ich mal als "absolut langweilig"! Da ich das Material aber nun schon
     mal habe, kann ich es auch mit reinnehmen...
     In den Sommerferien '86 in Berlin war ich wieder mit Mutti + Omi im Park. Man sieht im Film 
     immerhin, wie das Quellwasser angeschaltet wird, wie es sich seinen Weg durchs ausge-
     trocknete Flussbett bahnt. Das hat was Meditatives. Live war das jedenfalls durchaus
     betrachtens- und verfolgenswert!
     Und Omi lässt wieder ein Papierschiffchen schwimmen! Diesmal hatten wir uns dafür aber 
     extra DinA4-Papier mitgebracht, denn das Schiffchen im Jahr zuvor war lediglich ein 
     "spontanes Provisorium" aus einem zufällig dabei gehabten Notizblock.
     Am Ende noch die Steinplatscher-Szene mit Sound, die auch oben als .gif zu sehen ist.
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                                            Britzer Museumseisenbahn, 1986
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          Nachdem die Parkbahn nach der Buga-Saison zunächst ausser Betrieb war, wurde
          sie im Jahr darauf als "Britzer Museumseisenbahn Berlin" wieder aktiviert und fährt,
          privat betrieben, noch heute. 
          Es ist eine sehr reizvolle Strecke, allein weil die Bäume im Park mittlerweile gross
          geworden sind, und auch weil die Bahn mit  ~ 6 km Streckenlänge eine der längsten
          Parkeisenbahnstrecken überhaupt ist! 
          Als erster Zug der Britzer Museumsbahn diente im Jahre 1986 der Nachbau der ersten
          elektrischen Eisenbahn von Siemens & Halske.
          In der gleichen '86-Sommerferien-Woche war ich mit meiner Oma also nochmals auf
          der "Buga" (der Name "Britzer Garten" etablierte sich offiziell erst 1989), denn meine
          Oma wohnt quasi um die Ecke vom Park - und daher war und ist er immer wieder ein 
          beliebtes Tagesziel für sie, wenn sie Besucher hat.
          Diesmal waren wir also nicht an der Quelle, sondern fuhren gleich mit der Bahn.
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          Leider hatte ich, als ich diese Parkbahn-Clips geuppt habe, noch nicht Virtualdub, bzw.
          keine Video-Nachbearbeitung eingesetzt, sodass diese Clips noch etwas matschiger
          und unschärfer sind, als nötig gewesen wäre. Mit Virtualdub kann man alles schön neu 
          zuschneiden und sogar das Bild stabilisieren, wie ich seit neuestem zusätzlich mache.
          Allerdings dauern die beiden Stabilisierungsdurchläufe pro Film immer sehr lange.
          Es lohnt sich aber! Der obige '85er Film z.B. wäre ohne Stabilisierung überhaupt nicht
          mehr anschaubar gewesen - so sehr war das alles verwackelt!
          Müsste diese Bahnfahrt also eigentlich noch mal neu machen - aber statt dessen dann 
          doch lieber wieder was ganz Neues machen... :-)

          Part 1 geht vom Einstieg am Buckower Damm bis Kalenderplatz.
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...................

          Part 2 geht vom Kalenderplatz bis Festplatz.
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...................

          Und Part 3 vom Festplatz bis wieder zum Buckower Damm.
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1989 + 1992
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  Der See im Jahre 1989, in zwei nebeneinander liegenden 6x6-Rollfilm-Bildern,.fotografiert von
  meiner Grosstante. Ich habe die beiden Einzelbilder jetzt elektronisch zusammengefügt. Meine Grosstante 
  wird es bestimmt verwundert freuen, wenn ich ihr erzähle, dass ihre Foto-Collage auf diese Weise nochmal 
  zu Ehren kommt...
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  Ein Schlumpfhaus. 1992. Anstelle des André-Heller-Blumenbildes.....nunja gut, für Kinder / von Kindern = OK.
  Böse Zungen behaupten ja, an bestimmten Merkmalen liesse sich erkennen, wann eine Kultur ihren 
  gestalterisch-schöpferischen, gar zivilisatorischen Höhepunkt überschritten habe...  ;-)
  Irgendwann kommt man dann wieder auf die Idee, das Ursprungsbild zu rekonstruieren....aber wahrscheinlich
  erst dann, wenn es wirklich kein Schwein mehr interessiert...  :-o
  Etwa so, wie man das Berliner Stadtschloss sprengte, um dann einen "Palast der Republik" dort hinzusetzen,
  um ihn dann wieder abzureissen und nun wieder das Stadtschloss aufbauen zu wollen... ;-)
  Heute ist hier einfach nur Grasfläche. Das Treppenpodest steht noch und ist begehbar - und die wachsenden
  Bäume drumherum schmälern mehr und mehr die Sicht in die anderen Richtungen. Dennoch ist es ganz origi-
  nell, während des Parkspazierganges da mal hochzusteigen und z.B. aufs prächtige Herbstlaub zu schauen! 
  Ein neues Blumenbild, egal was für eines - für den eigentlichen Zweck des Podestes - wäre in jedem Fall 
  lohnenswert!

Meine Berliner Kusine und mein
Cousin, die wir ja auch auf 
der Bremer "Fahrt in die Stadt,
im Jahr 1988" sehen.
Übrigens: Wer seine Kinder
damals nicht mit "J" benannte,
war nicht up to date. Sie heissen:
Jennifer-Josephine und Jonas-
Jeremias. :-)
Hier im August 1992 beim Chor-
Auftritt unter der offenen Dach-
konstruktion des Festplatzes.

Fotos '92 by Oma.

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Jeannine 1998
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Hier eine Model-Session mit Jeannine (natürlich mit "J"), Ende Juli 1998.
Dieses Kostüm, was ich ja im Design den Ladies of Spirit nachempfunden hatte, war
jener Zeit mein Lieblingsoutfit, wie auch bei der Niederbüren-Session mit Maggie zu 
sehen. Ich nahm es 1997 und 98 noch für vier weitere Sessions (ein zeitloser "Joker", 
wie ich finde): 
  - Im Bürgerpark Bremen + Hollerland
  - Am Schloss Glienicke bei Potsdam in Berlin
  - Im Rhododendronpark Bremen
  - In Berlin im "Keller-Studio"
Bis aufs Studio also alles in Landschaft und Parks. Ich mag weite, ruhige Parks...auch
wenn die meisten Mädels heutzutage wohl lieber laute Actionfilme, Fussball und
Motorradrennen mögen... ;-)
Das zweite Outfit, was Jeannine anhat, entstammt vom Schnitt her ursprünglich dem
"Bremer Müllsack". Erst hatte ich in die Plastiktüte Löcher geschnitten (die Tüte sah 
auch am coolsten aus), dann hatte ich das gleiche Format in gelb und in blau aus Stoff
fertigen lassen und als letztes dann nochmal diese Zweiteiler-Version aus Spinnaker-
Nylon und beide Abschlüsse von Top und Rock sind mit Gummizug versehen.
Einen blauen Stern hatte ich früher immer auf die Seitenleitweke meiner Modellflugzeuge
geklebt, bis ich auf die Idee kam, ihn mal auf ein Mädchen zu kleben... ;)
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Kopfweidenpfuhl
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Zum Kopfweidenpfuhl, der auf den Bildern zu sehen ist, gibt es folgende Buga-Annekdote:
Ein "Laster mit Holz" stand im Winter '83 auf der Baustelle. Schlechtes Wetter. Keiner 
wollte sich recht drum kümmern. So kippte er seine Ladung ab. Im Frühjahr fragte
jemand, was mit dem Haufen Holzstämmen werden soll. Den Winter über verschneit, 
waren es letztlich die vom Niederrhein bestellten 30 Kopfweiden... Sie wuchsen über-
raschender Weise noch gut an! :)...........................-- Aus Jubiläumszeitung, 2005, gekürzt --
 
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  Zum Schluss noch ein paar Park-Daten:

Buga:
- 90 ha Fläche, davon 10 ha Seefläche.
- 875.000 m³ Erdbewegungen.
- 200 Mio DM Kosten / 98 Mio veranschlagt.
- 500 Papierkörbe.
- Eröffnungsfeier im TV mit Hans Rosenthal.
- 10.000 Reisebusse während der Buga.
- Rhizomatische Brücke aus afrikanischem
  Holz mit Kupferhauben.
- 40.000 Pflanzen für "Misstraue der Idylle".
- "nur" 112 Kleingärten mussten weichen.
- 2000 Veranstaltungen anlässlich Buga'85.

Heute:
- 61% der Besucher älter als 50 Jahre (2005).
- 15.000 Dauerkarten verkauft (2005).
- 330.000 Tulpen annlässlich der "Tulipan".
- sinkenes Instandhaltungs-Budget.
- nach wie vor viele Verantstaltungen vom
 "Klassiksommer" mit Feuerwerk bis zu
 "Drachen- und Modellbootfesten".
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Links

Offizieller Internetauftritt:
www.britzer-garten.de

Förderverein:
www.freunde-britzer-garten.de

Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft
www.bundesgartenschau.de/

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--> Die nächste Berliner-, sogar Internationale Gartenschau kommt 2017 aufs Tempelhofer Feld !!!  <--
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Quellen:
- Offizieller Ausstellungskatalog Buga 85
- "20 Jahre Britzer Garten" - Jubiläumszeitung 2005
- google-maps
- eigene Begehung