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1. Erfahrungen mit neuer WD-3TB -USB3 Festplatte 2. Endlich alte Videos 1:1 gecaptured! WD-3TB-USB3.0 Habe vor ein paar Tagen eine USB-3.0/3TB Festplatte erstanden. Eine Western Digital für 123 Euro, inkl. Versand. Von einem Händler. Es stand dabei, es sei B-Ware, vom Hersteller bereits repariert. Aber was will man an einer Festplatte "reparieren"? Öffnet man sie, ist sie bereits gründlich hin. Und was würde man da an Komponenten austauschen wollen...? Dazu braucht man extreme Reinräume, u.s.w. Da sitzt doch wohl kein Mechatroniker mit Lötkolben mehr drüber?! Selbst bei der Herstellerfirma nicht, würde ich sagen. Nee, nee - meiner Meinung nach schickt der Hersteller einfach 'ne ganz neue Platte zurück, wenn das überhaupt stimmt mit der B-Ware. Sie kam in neutraler Umverpackung, was ich ganz gut finde -> wenn es denn der Verzicht auf den bunten Hoch- glanzkarton ist, der mich in diesem Fall rund 50 Euro im Vergleich zu anderen Anbietern einsparen lässt. :-) Jedenfalls bin ich sehr zufrieden! Nutzbare 2,72 TB. Es gab Zeiten, da habe ich für 0,3 TB auch schon um die ~80 Euro bezahlt. Verrückt! Jene erste Platte steht heute "ausrangiert" neben dem Wohnzimmer-TV, um dort mal was mitzuschneiden. Dort sind ~300 GB noch völlig ausreichend. ;) 123 Euro für 3 TB entsprechen also 41Euro/1TB /USB3. Mal sehen, wann der Preis pro TB-USB3 wieder unterboten wird. Sehr wahrscheinlich wenn zum Ende des Jahres die 4TB-Platten sich etablieren werden, die ja schon den Medien vorgestellt wurden. USB 3.0 ist heute zwar noch nicht der Überflieger, aber es macht doch einen Unterschied ob man, sagen wir, 8 Std auf die Platte hochladen muss oder nur 4 Std. Konkret sind's bei mir ~46 MByte/Sek bei USB 3.0. Könnte mehr sein, aber besser als nix. USB 2.0 die Hälfte mit ~23 MByte/Sek. Verstehe nicht, wie Leute immer noch in Foren schreiben können, 3TB bekomme man nie voll! Tsss... ;-) Allein mit den Originalaufnahmen zum Jumpstyle-Trailer hatte ich rund 100 GB = 0,1 TB. Und das waren nur ein paar Minuten Fraps-Captures, so ein paar Tanz-Versionen zum hinterher aussuchen. Klar, kann man alles komprimieren - und erst mit H264 ist das überhaupt qualitativ machbar geworden, aber erstens dauert das Komprimieren sehr lange, zweitens können die Viedoschnitt- programme immer noch nicht alle H264 problemlos 1:1 nachbearbeiten (ich hab' noch keins). Und drittens will ich Originalaufnahmen eigentlich gar nicht komprimieren müssen, zumal in den Fraps-Dateien ja auch schon Komprimierung drinsteckt. Meine Erwartung für die Zukunft: Ich will eine 4TB für 49 Euro! Besser noch eine 10TB für 29 Euro oder eine 50TB für 19 Euro! So muss das... ;-) Denn was sollen wir erst machen, wenn die nächste Bildschirmauflösung von 4000x2000 Pixel kommt!? Das bedeutet eine glatte Vervierfachung der Datenmenge! Blurays mit ihren 25 GB sind ja heute schon ein Witz. Da geht doch nix rauf, ausser 'ne Editor-Notiz mit 4 Zeilen... oder so... naja. Aber wenn man überlegt: 1998 hätte man für 2,8 TB genau 2 Mio Disketten gebraucht! Wenn, sagen wir, 20 Stück damals 15 DM / 8 Euro kosteten, dann hätte man 800000 Euro für 2,8 TB bezahlen müssen. Und allein die ganzen Dinger nacheinander reinstecken / rausziehen, nur um die Daten zu laden / zu speichern! ;) Den Rekord hatte ich damals tatsächlich mit einem Programm, was auf ~25 Disketten kam, die man alle nacheinander laden musste. Nach dem Motto: "Diskette 17 von 25 wird jetzt benötigt". U.s.w. Schön, dass jene Zeiten vorbei sind. :-) Verglichen mit den ~12 Jahren zwischen 1,4 MB Disketten und 2,7 TB gibt/gäbe es dann im Jahr 2023 5,4-Exabyte-Platten. 5,4 EB = 5400 PB = 5400000 TB. Oder das Ganze besser gleich als SSD. Die braucht man dann ja, wo will man denn sonst seine ganzen künstlichen Zweit- und Dritt-Intelligenzen drauf speichern, oder? Was ich heute schon gern hätte, wären eine GTX-590, einen 2560x1600 Monitor und eine 2TB-SSD fürs aktuelle Projekt. Und einen neuen Plustek-7600AI-Negativscanner. Und einen hochwertigen Flachbrettscanner dazu. Leider im Moment alles noch zu teuer für mich und im Verhältnis zur Massenware. Man bedenke, dass ein 6-Kerner bereits bei HD "gerade mal so ok ist", hätte man nun Clips mit 4000x2000 Pixel Auflösung in der Nachbearbeitung, dazu vielleicht noch 60 Frames-per-Second, bräuchte man mindestens Leistung x4, also 24 Kerne, besser noch >48, um das Ganze überhaupt erst am Minimum zu praktizieren. RAM wären es dann mindestens 32, besser 64-128 GB. Fest steht: 4000x2000 wird eines Tages kommen! :-) Videos endlich das erste Mal 1:1 gecaptured Endlich bin ich technisch in der Lage (nach 13 Jahren am PC), alte Videofilme qualitativ so zum Download anzubieten, wie sie die Cam einst auch aufgenommen hat. Eben ohne Qualitätseinbuße und durch Nachbearbeitung sogar noch ein Quentchen besser! Für viele mag "Video-auf-PC-bringen" vielleicht ein alter Hut sein, für mich ist's in 1:1 Qualität absolut brandneu! Erst brauchte ich dazu einen Hexacore, 8GB RAM, eine GTX-460... und dazu noch eine, vor ein paar Tagen endlich eingebaute Pinnacle Card, letztere für 17,95 Euro. Ein Videoprog zu finden, was Win7/64 kompatibel ist, mit dem sich in .avi aufzeichnen lässt - und eben nicht gleich die Originalfiles in irgendeinen Käse komprimiert werden, ist mittlerweile nur (oder wegen Win7/64 derzeit noch) schwer zu finden! Corel Videostudio X3 bietet mir zur Auswahl als Aufzeichnungsformat nur DVD an. Fragt sich, wozu überhaupt eine "Auswahl", wenn eh nur ein einziges Format möglich ist. Ebenso ist DVD auch kein Format, sondern die Bezeichnung eines Datenträgers. Am Ende kommt dabei zwangsweise .mpeg raus und zwar sehr low-File. Eine Programm-Option, ganz und gar für Omas gemacht - oder ich bediene das Prog falsch? Keine Ahnnung... Die alte Ulead-Videostudio-7 Version verfügte noch ganz offensichtlich über die Möglichkeit der Auswahl zur Aufnahme in .avi oder anderen Containern + Codecs. Also habe ich die alte Version wieder installiert, dennoch scheint die Graka etwas überfordert, ruckelt irgendwie und Interlace-Streifen sind bei 720x576 auch da. Vielleicht könnte man's kleiner aufnehmen, weil VHS+8mm ohnehin weniger Bildpunkte hatte, da ich aber auch - damaliges - Broadcastmaterial habe, will ich die 720x576 als Voraussetzung. Und irgendwie finde ich so 'ne alte Ulead-Version zum Capturen auch nicht mehr so prima... will was Neues. Dann hatte ich mir, zu der Pinnacle-Card, als Alternative noch ein kleines USB2-Stick-Aufnahmegerät (DVR DC60) für 8,60 Euro bestellt, was, laut Angabe, nicht nur in .mpeg, sondern auch in .divx aufzeichnet. Dem lag eine abgespeckte Version von wiederum einem Corel/Ulead-Prog bei. Ansich ganz gut das Teil, hätte wahrscheinlich sogar in .avi/YUY2 aufgenommen, aber weder Stick noch Prog waren noch Win7/64 kompatibel. :-/ Extra Spezialtreiber noch aus'm Netz gesucht =trotzdem nix. Es gäbe da wohl 'ne Möglichkeit, das Ding zum Laufen zu bringen, steht in der Anleitung... über's Bios oder so... aber zu umständlich alles. Gilt für mich als "nicht kompatibel zu Win7/64". Dass es sonst ganz gut gewesen wäre, habe ich dann an meinem alten WinXP-Singlecore festgestellt, aber jener Rechner von 2004, d.h die GTX-5000-nochwas und 512 MB RAM haben eben nicht genug Leistung um Videos 1:1 aufzunehmen. Also lieber mehr professionell an die Sache rangehen und erst gar kein "Programm-mit-1000-Glückwunschkarten-Vorlagen" benutzen, sondern eines, was technisch was draufhat. Entweder was Sattes kaufen um die 150 Euro, oder Open Source, die was draufhat. VirtualDub! VD grenzt allerdings schon wieder an Wissenschaft mit all seinen Einstellungsmöglichkeiten. Dennoch -> oder gerade deshalb: Sehr gut!!! 1A Erster Duchlauf: Capturen. Format auf 720x576 Source auf Pinnacle Framerate auf 25 Audio 48 khz/Stereo (auch wenn's vllt übertrieben ist, kann ja nicht schaden) Dann habe ich so rumprobiert und mit folgenden Einstellungen die Frame-Drop-Out-Rate niedrig gehalten. Denn bei fast allen meinen bisherigen Aufnahmen hatte ich entweder immer Doppelbilder, so im Schnitt alle 3 Sekunden auftauchend (gerade bei Ulead, wohl wegen erzwungenem Deinterlace, oder so...) - und damit entweder sichtbar leichtes "ruckel-haken" im Film, oder VirtualDub liess Frames rausfallen, was ich auch nicht optimal finde und was sich dann wiederum in leichten "Sprüngen" sichtbar macht. Jetzt also bei einem 90-Minuten-Film 20 Frames dropped - und das kann man in Kauf nehmen - bei folgenden Einstellungen (Synchronisation zum Ton stichprobenweise immer noch perfekt!): Videobuffer auf 50 Audiobuffer auf 10 Droprate auf 0%. Weiss nicht, ob das die einzigen Parameter sind, die sich bezüglich der Flüssigkeit des Films einstellen lassen... VD is da wiegesagt schon etwas komplexer... man lernt's eben durch Ausprobieren. Tutorials suchen, u.s.w. Zweiter Durchlauf: Edit - Cropping / Zuschnitt - sharpen / schärfen (internal) bei der 2CCDm8e-Cam auf volle 64 - Deinterlace / Halbbilder zusammenfügen (internal): best - Denoise / Rauschunterdrückung: 16 - diverse Farb-und-Kontrastkorrekturen Das läuft gut. Hinterher über Hamster auf H264 kodieren. Hamster ist zwar langsam, liefert aber m.E. bei allen Freeware-Formatwandlern die absolut beste H264-Qualität und reduziert zugleich auf eine dafür im Verhältnis sehr niedrige Dateigrösse. Sehr angenehm zu benutzen! Angucken das ganze mit Media Player Classic. Windows Media Player schmiert bei grösseren H264-Files völlig ab, war und ist ja auch nicht dafür gemacht. WMPlayer war / ist eben primär für .wmv konzipiert. Lang genug hat's bei mir und ja auch bei der Industrie gedauert, bis das Aufnehmen von altem, analogem Videomaterial in dieser Form machbar wurde - und dass das alles auch zum Download ohne sichtbaren Qualitätsverlust angeboten und geuppt werden kann. Ein grosses Lob hierbei an Hoster Servage, der für ~7,50 Euro/Monat = 0,75 TB Speicher zur Verfügung stellt und dazu passend eine ganz gut ausreichende Trafficmenge pro Monat, um eben auch Filme bis zu 1 GB Grösse zum Download anbieten zu können (und reicht das wirklich mal nicht nicht mehr, nimmt man z.B. eben nochmal eine Domain+Emails+750GB+Traffic für ~7,50 Euro/Monat). Alternativ kann man natürlich die Videoportale zum Upload nehmen, die haben ja mittlerweile auch schon sehr gute Streaming- Qualität erreicht, es sind aber meist nicht über 10 min Länge möglich. Vor allem: Will man seine eigenen Vids in seine eigene Site einbinden, muss man den Code zum Einbinden freischalten, was zur Folge hat, dass er allgemein freigeschaltet ist und das Video eben nicht nur in passenden Themen-Sites und Foren verlinkt wird, sondern über 15 Ecken letztlich sogar unter allen möglichen User-Names zu allen möglichen Stichworten in allen denkbaren Hinterhöfen des Internets auftaucht. Das Prinzip "selberhosten und zum Download anbieten", finde ich da besser - und in die Portale dann kleine Trailer oder Beispiele reinsetzten. Wenn's die Gelegenheit und der Aufwand zulassen, werde ich mich so nach und nach dranmachen, die älteren Filme hier auf H264 zu erneuern (sicher nicht mehr restlos alles, aber die Tramfahrten, Autofahrten... na, mal schauen) - und werde zukünftige Inhalte natürlich gleich in dieser Form aufnehmen. Capture/Format-Beispiel wmv (damals) / H264 (heute) Die Linie 10 in Gröpelingen. Frau steigt ein. Jeweils 17 Sekunden. Erst das alte File, aufgenommen in avi/YUY2, 384x288, komprimiert in .wmv (und jetzt zusätzlich notwendiger Weise in H264, was aber qualitativ nicht mehr ins Gewicht fällt). Dann die neue Aufnahme der gleichen Szene in 720x576 mit VirtualDub ebenfalls avi/YUY2, komprimiert in H264-avi. Dazu das Ganze nochmal als mpeg-avi mit geringerer Dateigrösse. linie10-bsp-altneu-wmv-h264.avi 720x576 34 sek 15,5 MB linie10-bsp-altneu-wmv-mpeg.avi 720x576 34 sek 5,15 MB Man sieht, der Unterschied ist zwar nicht revolutionär, denn Hansawagen bleibt Hansawagen, das neuere Bild aber ist angenehm glattgebügelt und farblich etwas stimmungsvoller. Vielleicht habe ich ja jemanden ermutigt, selber mal das Capturen alter Aufnahmen anzugehen, falls noch nicht der Fall. Denn es lagern sicher noch so manche historische oder einfach nur ganz spezielle und originelle Schätze auf so mancher VHS... :-) Steffy |